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Berliner Charta für Gesundheit
Präambel
Das Gesundheitsparlament wird in einer Zeit großer soziokultureller
Veränderungen gegründet, weil die bestehenden Gesellschaftsstrukturen
nicht geeignet sind, die komplexen Probleme zum Wohl der Menschen zu lösen.
Es versteht sich im Kontext einer internationalen von der WHO angestrebten
Bewußtseinsbildung für nachhaltig gesunde Entwicklung. Gesundheit
bekommt Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. Dieses Bewußtsein
ist verbunden sowohl mit zunehmender internationaler Anerkennung ethischer
Werte wie insbesondere Frieden, Würde des Menschen, Selbstbestimmung,
Wohlbefinden und Verantwortungsbewußtsein, als auch mit der Erkenntnis,
daß Gesundheit eine Basis für eine nachhaltig gute wirtschaftliche
Entwicklung ist. Gesunde Entwicklung findet in einer gesunden Umwelt statt.
Berliner
Charta für Gesundheit
1. Das Ziel ist: selbstbestimmte gesunde Entwicklung für alle
- in einer gesunden Umwelt.
Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf gesunde Entwicklung, Selbstbestimmtheit,
soziale Gerechtigkeit ohne Ansehen der Nationalität, der Rasse, der
Religion, des Geschlechts, des Alters, der sexuellen Neigung, der sozialen
Stellung oder der politischen Überzeugung. Die Gesundheit der Menschen
soll durch eine ökologische Gesamtpolitik gefördert werden.
Diese und die Schaffung neuer selbstregulierender Maßnahmen sind
Bestandteile globaler gesunder Entwicklung.
2. Die Grundlage ist ein ganzheitliches Menschenbild.
Unsere Arbeit baut auf der Selbstverständlichkeit (Evidenz) des menschlichen
Lebens einschließlich seines innewohnenden Wertes, der Würde
auf. Menschen sind sich entwickelnde, empfindsame, gefühlvolle, kreative,
intelligente Lebewesen. Jedes Kind, jede Frau und jeder Mann ist eine
Ganzheit und gleichzeitig ein Teil eines größeren Ganzen, einer
sozialen, politischen, kulturellen Einheit, ein Teil der Menschheit, die
eingebettet ist in die Biosphäre der Erde.
Gesundheit wird verstanden als Prozeß, der einer täglich neuen
Gestaltung im Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftlichen
Interessen bedarf. Individuelle Gesundheit ist ein Beitrag zur gesellschaftlichen
Entwicklung.
Aus diesem Menschenbild leitet sich eine Integrierte Medizin mit einem
interdisziplinären Ansatz ab. Diese berücksichtigt sowohl körperliche
als auch seelische und geistige Bedürfnisse und integriert individuelle
wie auch soziale, kulturelle und spirituelle Belange.
3. Weg ist die Gestaltung eines Integrierten Gesundheits- und Sozialsystems:
Wir wollen ein offenes System, in dem alle Heilsysteme und BehandlerInnen
zum Wohle der Betroffenen zusammenarbeiten.
Gesundheit zu fördern impliziert die Behandlung von erkrankten Menschen
durch eine qualitätsbewusste Handlungsweise, die sowohl prozess-
als auch ergebnisorientiert ist. Das Ziel der Gesundheitsförderung
ist jeder Krankheitsversorgung und -verwaltung übergeordnet. Wir
treten dafür ein, daß beeinflußbare, krankmachende Belastungen
für den einzelnen und Bevölkerungsgruppen vermieden bzw. gemindert
werden. Gesundheitsdienliche Ressourcen, wie gesundheitsförderliche
Nahrung und Lebensräume, soziale Anerkennung usw. werden individuell
und kollektiv gefördert. Die dafür notwendigen Fähigkeiten
und Haltungen sollen entwickelt, Hilfen und Versorgungsdienste, Unterstützungsverfahren
und Behandlungsmethoden bereitgestellt werden. Selbsthilfe und Hilfe zur
Selbsthilfe erhalten einen vorrangigen Stellenwert.
Das Gesundheitssystem der Zukunft sehen wir als soziales Netzwerk mit
einer solidarischen Regelversicherung, die individuelle Wahlmöglichkeiten
absichert.
Krankheit wird definiert unabhängig von schulmedizinisch anerkannten
Krankheiten nach der Symptomatik und dem Kontext ihrer Entstehung (z.B.
Umwelterkrankungen).
4. Stärkung der PatientInnen-/KlientInnenrechte und Kompetenzen:
Jeder Mensch hat im Gesundheits- und Sozialsystem (Diagnostik, Therapie,
Pflege, Beratung etc.) einen Anspruch auf Respektierung seiner Würde,
Achtung seiner Kompetenz sowie Schutz vor Bevormundung. Menschen sind
grundsätzlich PartnerInnen; dies gilt ganz besonders auch für
therapeutische Beziehungen. PatientInnen haben im Behandlungsprozeß
ein Recht sowohl auf unterschiedliche Informationsquellen als auch auf
zielgruppenspezifische (z.B. mehrsprachige, kulturbezogene) Informations-
und Therapieangebote. PatientInnen erhalten von den BehandlerInnen Therapievorschläge
unter Benennung von Erfolgschancen, Risiken und Alternativen und haben
das Entscheidungsrecht über die weitere Diagnostik und Behandlung.
Dazu gehören auch unabdingbar die Mitbestimmung von PatientenvertreterInnen
in Entscheidungsgremien des Gesundheitswesens. Verstöße gegen
diesbezügliche Menschenrechte, die im Grundgesetz verankert sind,
mahnt das GP an.
Eine integrierte am Privat- und Gemeindeleben orientierte Gesundheitsförderung
ist die Basis für eine Gesundheitsentwicklung, die partizipatorisch
gestaltet wird. Gesundheitsbewußtsein stiftet neues Gemeinschaftsleben.
Lebensfrohes Gemeinschaftsleben fördert gesunde Entwicklung.
Diese Fassung der Berliner Charta für Gesundheit
ist von der Gründungsversammlung am 10.11.01 im Rathaus Berlin-Schöneberg
verabschiedet worden. Die Charta ist im Prozeß - in der Diskussion
um sie können Positionen geklärt werden und Bewußtsein
entstehen. Diskussionsbeiträge bitte im Forum auf der der Homepage
eintragen oder senden an: Silvia Heyer, Pro Familia Kalckreuthstr. 4,
10777 Berlin, Tel / Fax: 030-21476421 / 5. E-Mail: gruendung@gesundheitsparlament.de
Homepage: www.gesundheitsparlament.de .
Selbstverständnis
des Gesundheitsparlaments
Das Ziel des Gesundheitsparlamentes
ist es, das Recht der Menschen auf Würde, Gesundheit, soziale Gerechtigkeit,
Lebensfreude - also auf gesunde Entwicklung - durchzusetzen.
Wir bilden das Netzwerk der nicht-regierungsgebundenen Organisationen
(NGOs), das die na-tionale Selbstorganisation der gesundheitlichen Bedürfnisse
zum Ziel hat.
Wir wollen eine neue politische Kultur der interdisziplinären Kommunikation
und des ganzheit-lich-verantwortungsbewußten Handelns, das unbürokratisch
human der Lebensqualität des Men-schen verpflichtet ist.
Gesunde Entwicklung stiftet neues Gemeinschaftsleben. Lebensfrohes Gemeinschaftsleben
för-dert gesunde Entwicklung.
LEITSÄTZE FÜR GESUNDHEITSFÖRDENDE POLITIK
1. Wir wollen
gesunde Entwicklung für alle in einer gesunden Umwelt als Grundrecht
für je-den Menschen.
2. Grundlage ist ein ganzheitliches Menschenbild, welches das Individuum
sowohl als Ganzheit als auch Teil einer größeren Einheit betrachtet.
3. Wir wollen die Gestaltung eines integrierten Gesundheits-, Bildungs-,
Forschungs- und Sozialsystems.
4. Prävention, sowie die Integration unterschiedlicher Heilwesen
soll eine Hauptrolle spielen. Selbsthilfe, sowie die private und öffentliche
Gesundheitsförderung sollen politisch einen vorrangigen Stellenwert
erhalten.
5. Wir wollen ein Gesundheitssystem mit einer solidarischen Regelversicherung,
die individu-elle Wahlmöglichkeiten absichert.
6. Zur Gesundheitsförderung zählen auch die ökologische
Landwirtschaft, der Landschafts-, Tier- und Naturschutz, sowie biologisch
einwandfreie Ernährung.
7. Wir wollen die Selbstbestimmungs- und Informationsrechte von Patientinnen
und Patienten bei der Mitwirkung und der Auswahl von Therapie und Diagnoseverfahren
stärken.
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Alle sind aufgerufen,
den vorliegenden Entwurf zu ergänzen, zu verbessern und für
die Tagung am 10. November 01 zu konkretisieren. Vorschläge und Anmeldungen
bitte senden an: Silvia Heyer, Pro Familia Kalckreuthstr. 4, 10777 Berlin,
Tel / Fax: 030-21476421 / 5.
E-Mail: gruendung@gesundheitsparlament.de Homepage: www.gesundheitsparlament.de
Sowohl in den
Anmeldungen zum als auch während der Diskussionen auf dem Gesundheitstag
wurden von den Delegierten verschiedenste Interessen, Anliegen, Überzeugungen
und Forderungen vertreten. Wir fanden diese Vielfalt sehr spannend. Von
vielen Aktivitäten haben wir zum ersten Mal gehört, und es wächst
dadurch das Interesse aneinander und an Vernetzung miteinander. Die unterschiedlichen
Anliegen sind im Folgenden unter drei Hauptpunkten mehr oder weniger stichwortartig
aufgelistet:
A. Allgemeine ethische Standpunkte - Menschenrechte
B. Forderungen an die Politik
1. Kriege aller Art verhüten - Frieden stiften und erhalten
2. Ausgrenzung sozial Benachteiligter - wie ist Armut zu beseitigen und zu verhindern? Wie erreichen wir eine Chancengleichheit?
3. Klassenunterschiede im Gesundheitssystem beseitigen - Chancengleichheit herstellen
4. Bessere Rechtstellungen im Gesundheits- und Sozialbereich
5. Eine umfassende Politik der Gesundheitsförderung
6. Demokratisierung des Gesundheitswesens
C. Gesundheitswesen - Eigene Initiative / Selbsthilfe / Selbstorganisation
1. Würdevolle Geburt, Leben und Sterben
2. Stärkung und Anregung eigener Heilungskräfte / Natürliche Heilweise vor eingreifenden Behandlungsmethoden
3. Solidarität und Gleichberechtigung im Gesundheitswesen
4. Forschung und Weiterentwicklung
5. Hilfen im Ausland
Dabei ist weitgehend auf eine doppelte Nennung verzichtet, wobei klar ist, dass die Inhalte, für die eine Gruppe selbst arbeitet wie z.B. die Integration von psychisch gestörten Menschen auch eine Forderung an die Gesundheitspolitik impliziert. Andersherum versucht jede Gruppe, ihre Forderungen an die Politik selbst umzusetzen, soweit es in ihrer Macht steht.
(Es werden nicht alle in gleicher Ausführlichkeit erwähnt, das beinhaltet keine Wertung. Bitte ergänzt die genannten Punkte mit den Inhalten, die fehlen und Euch wichtig sind und macht Vorschläge für Kürzungen, Zusammenfassungen und Gliederungen. Diese Auflistung bisher von Delegierten genannter Interessen und Aktivitäten ist eine Diskussionsgrundlage für unsere Weiterarbeit.)
A. Allgemeine ethische Standpunkte Menschenrechte
(Hier wurde und wird auf die WHO-Charta, die Jakarta-Charta, die Agenda 21 und die IPPF Charta Vision 2000 von der ProFamilia hingewiesen.)
Recht auf Selbstbestimmung
Gleiches Recht für alle / Hinführung zu Verantwortlichkeit
Recht auf ausreichend Nahrung, Wohnung und Hygiene (= Mindestmaß an Wohlstand) und
Recht auf gesunde Entwicklung in gesunder Umwelt für alle
B. Forderungen an die Politik
1. Kriege aller Art verhüten Frieden stiften und erhalten
2. Ausgrenzung sozial Benachteiligter - wie ist Armut zu beseitigen und zu verhindern? Wie erreichen wir eine Chancengleichheit?
3. Klassenunterschiede im Gesundheitssystem beseitigen Chancengleichheit herstellen
Was bedeutet die "kapitalistische Selbstregulierung" für die gesunde Entwicklung der Menschen? Handelt es sich hier um einen Mythos?
4. Bessere Rechtstellungen im Gesundheits- und Sozialbereich
Verbesserung des Arbeits- und Sozialrechts
Schutz vor Mobbing, Psychoterror am Arbeitsplatz, die Arbeitsatmosphäre darf kein Mobbing begünstigen oder fördern.
Frauenwert Männerwert auch auf dem Arbeitsmarkt
Rechte von behinderten Kindern und Erwachsenen
Armut, Einsamkeit und gesundheitliche Fehlversorgung älterer Menschen
Die Situation Wohnungsloser
MigrantInnen: Die Gleichberechtigung, Respektierung der kulturellen Besonderheiten sowie die Integration unserer ausländischen FreundInnen ist eine wichtige Aufgabe
Beitrag der Arbeitgeber am Gesundheitssystem: die Arbeitsbedingungen sollen so physiologisch wie irgend möglich aufgebaut werden. Das Ziel ist, ein menschenfreundliches, hilfsbereites und kommunikatives Arbeitsklima zu schaffen.
Den Arbeitgebern wird gezeigt, dass Investition in die Gesundheit ihrer ArbeitnehmerInnen auch für sie gewinnmaximierend ist.
Die Industrie, die gesundheitsschädigende Produkte herstellt, muss Verantwortung übernehmen. Keine Gesundheit ohne gesunde Umwelt.
Wenn der Staat von dem Vertrieb von gesundheitsschädigenden Produkten profitiert (z.B. Zigaretten, Alkohol, usw.), sollte er einen Beitrag für die Behandlung dieser Erkrankungen leisten. Wie könnte dies praktisch umgesetzt werden?
Neue gesetzlich geschützte Räume für die Wirkbereiche der Integrierten Medizin sind zu schaffen.
Stärkung der PatientInnenrechte
Das Grundrecht von PatientInnen/KlientInnen auf freie Wahl von BehandlerInnen und Behandlungsmethoden muss eingeführt werden. Die für die PatientIn beste Medizin ist die kostengünstigste für die Kasse. Keiner mündigen BürgerIn darf eine Behandlung aufgezwungen oder eine von ihr gewünschte Alternative verweigert werden. PatientInnen sollen nicht die Opfer von machtpolitischen Auseinandersetzungen z.B. zwischen kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammer werden und auch nicht Opfer der Pharmaindustrie. Auch dürfen die Kassen nicht mehr die staatliche geprüften HeilpraktikerInnen ignorieren und ausgrenzen.
Das Grundrecht von PatientInnen/KlientInnen auf Schweigepflicht. Jeder SachbearbeiterIn der Krankenkassen liegen alle Patientendaten offen zur Verfügung. Im Krankenhaus werden die intimsten Details auch in Mehrbettzimmern von den ÄrztInnen öffentlich angesprochen.
Rechte der PatientInnen im Umgang mit Versicherungen in Arbeitsfähigkeits-/Unfallfragen. Wir fordern grundsätzlich, das Recht und die Würde des Betroffenen zu wahren.
Kann Ethik heutzutage nicht mehr vorausgesetzt werden, muss Transparenz für alle verlangt werden, ohne dass Institutionen/Kassen sich als Interrogatoren und Hüter der Moral aufspielen - bis hin zur Verletzung der Schweigepflicht, selbst jedoch weitgehend verdeckt und undurchsichtig arbeitend. Wie könnte eine solche Kooperation und Transparenz für alle aussehen?
Rechtliche und finanzielle Basis einer Gesundheitsreform
Neue gesetzlich geschützte Räume für die Wirkbereiche der integrierten Medizin sind zu schaffen. Ganzheitliche und komplementärmedizinische Verfahren dürfen nicht länger durch Nichtbezahlung sanktioniert und deren wissenschaftliche Erforschung nicht länger gebremst werden.
5. Eine umfassende Politik der Gesundheitsförderung
Absicherung der Gesundheitsförderung und der sozialen Verantwortung
mit Verteilung finanzieller Ressourcen entsprechend den gesellschaftlichen Bedürfnissen und Prioritäten sowie Investition der Ressourcen, so dass der größtmögliche gemeinschaftliche Gesundheits- und Sozialnutzen erreicht werden
Förderung der Gesundheitsselbsthilfe
Nachhaltige Unterstützung der Selbsthilfe (Formen und praktische Umsetzung)
Gesetzlich geschützte Räume für die gesellschaftliche Kreativität und Selbstverantwortung von Nicht-Regierungs-Organisationen NGOs und einen Ab- und Umbau der staatlichen Strukturen, die für das zukunftsweisende Gemeinwohl keine Relevanz mehr haben.
Ein Neudenken über das Krankenkassensystem
Eine Restrukturierung des Krankenkassensystems und sinnvolle Zusammenarbeit (als Team) mit Betroffenen und BehandlerInnen.
Eine Transparenz der Kassen ist erforderlich.
Kassen müssen gesundheitsfördernde Beitragsmodelle entwickeln, z.B. Begünstigungen für herausragende Eigeninitiative. Zusatzbeiträge bei freiwilligen Risikogruppen wären zu überlegen.
Liberale Krankenkassen, die Komplementarmedizin und ganzheitliche naturheilkundliche Behandlungsmethoden sowie Gesundheitsförderung vergüten, müssen gefördert werden.
Übernahme umweltmedizinischer Maßnahmen durch die Krankenkassen
Innovationsimpulse aufgreifen
6. Demokratisierung des Gesundheitswesens
C. Gesundheitswesen - Eigene Initiative / Selbsthilfe / Selbstorganisation
1. Würdevolle Geburt, Leben und Sterben
Prävention vor Kuration
Wellness, gesunde Lebensweisen / Lifestyle-Schulungen
Gesundheits-, Wohn- und Lebensqualität auch im ländlichen Bereich
Regionale Gesundheitsförderung
Spiel, Spaß, Kreativität u.a. als Gesundheitsförderung (auch für schwer kranke Kinder)
Ganzheitliche Präventions-Programme
Meditation und Stressmanagement
Schwangerschaft und Geburt und Schwangerschaftsabbruch
Für selbstbestimmte Sexualität, Schwangerschaft und Geburt sowie Schwangerschaftsabbruch
Verbesserung der perinatalen Bedingungen
Stillfreundliche Krankenhäuser
Babynahrung / Nahrungsverteilung
Elternschaftsvorbereitung
Geschlechts- und altersspezifische Erfordernisse
Frauengesundheit, bessere Bedingungen und Eigenkompetenz entwickeln
Situation von Kindern und Jugendlichen
Gesundheitsprobleme von Frauen, insbesondere von Alleinerziehenden
Frauenkrankheiten Männerkrankheiten
Stabile und würdevolle Versorgung von alten Menschen
Erkrankungsspezifische Erfordernisse
Eigenkompetenz, Prävention und bessere Behandlung bei verschiedenen Krankheitsbildern (Borelliose, MS, AIDS, Schlaganfall, Mineralimbalance u.a.)
Vorbeugung/Verhinderung vieler Erkrankungen, besonders auch chronischer und schwerer Erkrankung (degenerativer, Sucht-, Krebs-, Infektions-, Allergie-Erkrankungen...)
Erforschung psychosomatischer Zusammenhänge von Autoimmunerkrankungen mit dem Ziel der Autonomie
Berufliche Eingliederung von psychisch Kranken (auch Abbau von Diskriminierung)
Gemeindenahe und demokratische Psychiatrie neu gestalten
Bessere Betreuung von Brandverletzten
Umfassendere und auch komplementäre Informationen u.a. für Diabetiker und Demenzkranke
Zusammenarbeit von Behinderten und nicht Behinderten
Umwelt- und Naturschutz
Verhütung von Vergiftungsgefahren
Elektrosmog: Sensibilität anerkennen, Gefahren vermeiden, Forschen und Informieren vor breiter Anwendung
Ausbau der Umweltmedizin
Anerkennung von Umwelterkrankheiten und Elektrosensibilität
Überprüfung oder Verbot von körperfremden Substanzen, z.B. Amalgam, wenn gehäuft Berichte über Gesundheitsgefährdung auftreten, selbst wenn diese mit den heutigen schulmedizinischen Mitteln nicht nachweisbar sind. Im Zweifelsfall geht Gesundheit vor Ökonomie.
Beweislastumkehr für Opfer von Umweltbelastung, Elektrosensibilität, Versicherungsstreits, Arbeitsunfällen usw. Rechte der Patienten im Umgang mit gerichtlichen und Versicherungsangelegenheiten in Fällen von Schadensansprüchen. Wir fordern grundsätzlich, das Recht und die Würde des Betroffenen zu wahren.
Neuordnung des Gutachterwesens
Ökologischen Raubbau durch Umwelt- und Verkehrsbelastung beenden
Gesunde und umweltfreundliche Technologie
Gesundheitserziehung
gesundheitsfördernde Kindergärten und Schulen
Förderung und Gesundheit von Kindern (auch behinderten); neue Therapieansätze; Gesundheitserziehung zu Eigenverantwortlichkeit
Stärkung von Sozialkompetenz und gewaltfreiem Verhalten
2. Stärkung und Anregung eigener Heilungskräfte / Natürliche Heilweisen vor eingreifenden Behandlungsmethoden
Salutogenese über Pathogenese Gesundheitsförderung ist der übergeordnete Aspekt aller Behandlungen
Komplementäre Heilmethoden erforschen, weiterentwickeln, verbreiten und integrieren: Ayurveda, chinesische Medizin, traditionelle europäische Naturheilkunde, Meditationen u.a.
Bedürfnisse und Interessen von akut und chronisch erkrankten Menschen sollen Leitkriterien für Entscheidungen werden.
Probleme der Suchterkrankten lösen helfen
Heilung auch schwerer und bislang chronischer Erkrankungen (u.a. durch Umstellung der Lebensweisen, kulturellen Normen und Werte). Chronische Erkrankungen sollen nicht chronisch bleiben.
Hauptidee in einem Behandlungsverlauf: nach adäquater Diagnostik sollen zunächst Naturheilkunde und natürliche Behandlungsmethoden angewandt werden; wenn ihre Hilfe nicht ausreichend ist, die Schulmedizin (synthetische und invasive Mittel) außer in Not- oder Akutsituationen. Also nicht synthetische Mittel anwenden, wenn Naturheilmittel wirken.
Vom Wesen her müssen die Krankenhäuser Heilhäuser sein, und die Heilung des Menschen - nicht seine Krankheit - in den Mittelpunkt stellen.
Würdevolles Leben, Geburt und Sterben sollen unter einem Dach, z.B. in Heilhäusern möglich sein.
3. Solidarität und Gleichberechtigung im Gesundheitswesen
Patienten als dritte Säule im Gesundheitssystem mit Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht. Dies schließt Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit mit ein.
Akteure und Strukturen für vernetzte Reformansätze
Praktische Medizin, Krankenpflege oder Gesundheitsförderung ist für uns primär helfende Begegnung und heilende Beziehung zwischen Helfer und Hilfsbedürftigem und erst in zweiter Linie medizinisch-technische, pharmakotherapeutische oder von außen kommende Intervention.
Akteursspezifische Programme
Reformkoalitionen
Das Ende der paternalistischen Gesundheits- und Sozialversorgung
4. Forschung und Weiterentwicklung
Neudenken über den Begriff der Wissenschaftlichkeit.Der Begriff muss definiert werden. Medizin ist keine Naturwissenschaft. Sie basiert vielmehr auf der analytischen oder synthetischen Anwendung der Erkenntnisse von Naturwissenschaften. (Physik, Chemie, Biochemie, Biologie, Physiologie, Pathologie, Pharmakologie, Geographie, Meteorologie, u.v.m.) Erkenntnisse aus diesen Wissensbereichen müssen in der Medizin in Kombination mit Philosophie, Kunst, Religion, Menschlichkeit und Einfühlsamkeit in jedem Einzelfall individuell zum Einsatz kommen. Die Wissenschaft muss in den Dienst des Menschen gestellt werden, nicht der Mensch in die Dienste der Wissenschaft. Der Begriff Wissenschaftsnachweis muss in bezug auf Umweltvergiftung neu definiert werden. Auch hier muss sich die Wissenschaftlichkeit auf die Naturwissenschaften des 21. Jahrhunderts begründen und nicht auf Sammelbecken-Statistik.
Die angebliche Omnipotenz der Gentechnologie in Frage stellen - als Aberglaube entlarven.
Spezielle Aktivitäten im Wissenschaftsbereich
auch im Public Health Bereich
Geschlechtsspezifische Forschungen
Interdisziplinarität
Förderung von ganzheitlicher Wissenschaft
Strikte Gesundheitsüberprüfung vor der Einführung von neuen Technologien, synthetischen und technischen Werkstoffen oder Diagnose- und Therapieverfahren
Neue Konzepte in Aus- und Weiterbildung gesundheitlicher und sozialer Professionen: Die Inhalte der Medizin müssen erweitert werden, die jetzigen sind unzeitgemäß und oft gefährlich. Naturheilkundliche, ganzheitliche, komplementäre, Regulations-/Informations-Medizin und Umweltmedizin sind die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Je nach Einzelfall sollen die erforderlichen Maßnahmen eingesetzt werden. Konventionelle und komplementäre medizinische Ansätze sollen sich ergänzen und nicht gegenseitig bekämpfen. Es gibt nur eine Medizin, aber Tausende von Behandlungsmethoden. Die Medizin des 21. Jahrhunderts ist Hilfe zur Selbsthilfe. Meditation kann als wichtige Methode auf dem Weg zur Gesundheit Verbreitung finden.
Für Studenten sämtlicher Hilfsberufe besteht eine Notwendigkeit der Vernetzung unterschiedlicher Fachbereiche.
5. Hilfen im Ausland
in Krisengebieten
die Lebensgrundlagen der Menschen in der sogenannten Dritten Welt verbessern
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